Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaft

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Die Weltmeisterschaft 1970 in Mexiko

Bei der neunten Weltmeisterschaft, die in Mexiko ausgetragen wurde, nahmen erstmals Mannschaften von allen sechs Kontinenten teil. Aufgrund dessen übertrug das Fernsehen die Spiele auch weltweit und in Farbe. Und alle Zuschauer wurden mit Traumfußball belohnt. Ein vitaler Angriffsfußball hat das „spiel-zerstörende System“ der Vorjahre abgelöst. Dies wurde auch begünstigt durch die erstmalige Möglichkeit, zwei Spieler bei Bedarf auszutauschen.

Die Deutschen zeichneten sich durch ihre Doppelspitze Uwe Seeler und Gerd Müller aus. Allein Gerd Müller erzielte im Laufe des Turniers zehn Treffer und wurde damit Torschützenkönig des Turniers. Nach Siegen in der Vorrunde über den WM-Neuling Marokko, Peru und Bulgarien trafen die Deutschen im Viertelfinale auf England, denen sie sich vier Jahre zuvor noch mit 2:4 im Finale geschlagen geben mussten. Doch die Revanche glückte und der amtierende Weltmeister wurde in einem dramatischen Spiel in der Verlängerung mit 3:2 geschlagen. Das entscheidende Tor erzielte Gerd Müller, nachdem Deutschland in der normalen Spielzeit schon ein 2 Tore Rückstand noch egalisiert hatte und die Verlängerung erzwang.

Im Halbfinale standen dann mit Deutschland, Italien, Uruguay und Brasilien nur Ex-Weltmeister. Das Aztekenstadion in Mexiko Stadt, welches Platz für 110.000 Zuschauer bietet und noch heute zu den größten Stadien der Welt zählt, bot einen geeigneten Rahmen für das Halbfinale zwischen Italien und Deutschland, welches später als „Jahrhundertspiel“ in die Geschichte eingehen sollte. Bei brütender Hitze gingen beide Mannschaften an ihre Grenzen, allen voran Franz Beckenbauer, der die Verlängerung nach 3:3 in der regulären Spielzeit mit einer Armschlinge überstehen musste, woraufhin er den Spitznamen der „einarmige Kaiser“ von der Presse bekam. Doch am Ende half dies auch nichts und die deutsche Elf musste sich nach einem Tor von Rivera in der 111. Minute mit 3:4 geschlagen geben.

Das zweite Halbfinale konnte Brasilien mit 3:1 für sich entscheiden. Folgerichtig hieß das Spiel um Platz drei Deutschland gegen Uruguay.
Mit 1:0 gewann Deutschland das kleine Finale, was von den mexikanischen Fans euphorisch gefeiert wurde.

Im Finale kam es dann zum Duell der beiden zweimaligen Weltmeister Italien und Brasilien. Doch dem brasilianischen Zauberfußball um den Ballkünstler Pelé war die italienische Defensivtaktik unterlegen. Mit 4:1 wurden die Italiener gedemütigt.
Brasilien holte sich den dritten Weltmeistertitel und durfte den Coupe Jules Rimet endgültig behalten.

Torschützenkönig: Gerd Müller (Deutschland) - 10 Tore

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