FIFA im Blickpunkt

verfasst von Zwuggel am 01.07.2010 um 23:04

Bei dieser Weltmeisterschaft gerät die FIFA immer mehr in den Blickpunkt der Medien. Durch inkonsequentes Verhalten offenbart der Weltfußballverband ungekannte Schwächen.

Tätlichkeiten werden nicht geahndet

Vor allem Tätlichkeiten werden bei dieser Weltmeisterschaft von der FIFA nicht geahndet.

Da wären zum einen Mal die Tätlichkeit von dem Spanier David Villa im Spiel gegen Honduras. Vor der Ausführung einer Ecke schlug David Villa seinem Gegenspieler Emilio Izaguirre mit der flachen Hand ins Gesicht. Eine klare Tätlichkeit, was auf den Videobildern eindeutig zu sehen ist. Doch es kam zu keiner nachträglichen Sperre durch die FIFA, obwohl dies möglich bzw. nötig gewesen wäre, denn der Schiedsrichter hatte diese Szene nicht gesehen.

Die zweite Tätlichkeit ereignete sich im Spiel zwischen Argentinien und Mexiko. Während des Torjubels der Argentinier wagte sich ein Kameramann so nah an die jubelnde Spielertraube heran, dass der argentinische Verteidiger beim Aufsehen gegen das Objektiv der Kamera stoß. Daraufhin schlug er zu.

Auch diese Tätlichkeit wurde von der FIFA nicht nachträglich geahndet, obwohl die Regel 12 besagt:

„Als Tätlichkeit gelten auch übertriebene Härte oder Gewalt gegen eigene Mitspieler, Zuschauer, Spieloffizielle oder sonstige Personen. Zu Tätlichkeiten kann es auf oder neben dem Spielfeld und bei laufendem oder unterbrochenem Spiel kommen.“

Da stellt sich mir doch die Frage, warum es überhaupt Regeln gibt, wenn sie sowieso nicht durchgesetzt werden. Soweit ich mich erinnern kann, wurde Torsten Frings noch vor vier Jahren für eine ähnliche Aktion fürs Halbfinale gesperrt. Ist schon komisch diese Wandlung innerhalb von vier Jahren.

Auswahlkriterien für die Schiedsrichter sind veraltet

Ein weiteres Problem dieser Weltmeisterschaft sind die Schiedsrichter. Die Leistung der einzelnen Offiziellen gehen eindeutig zu weit auseinander. Von fehlerlosen Leistungen bis hin zu katastrophalen Vorstellungen, die Spiele entscheiden. Die Auswahlkriterien der FIFA müssen dringend überarbeitet werden.

Bis jetzt werden die Schiedsrichtern in ihren Ländern nach bestimmten Kriterien begutachtet und ausgewählt. Nach diesen Kriterien genügen sie den Ansprüchen ihres Landes oder Kontinentalverbandes, das heißt, sie sind die Besten auf ihrem Kontinent. Das heißt jedoch nicht, dass sie wirklich zu den Weltbesten gehören oder den Ansprüchen genügen, die wir bei einer WM erheben müssen. So ist die logische Folge, dass die Schiedsrichter zu Beginn eines Turniers unterschiedliche Qualitäten aufweisen. Und das sollte nicht der Fall sein, eigentlich sollten nur die Weltbesten vor Ort sein.

Deutschland hat zum Beispiel als eines der fußballstärksten Länder mit 80.000 Schiedsrichtern nur einen Schiedsrichter, nämlich Wolfgang Stark, bei der WM dabei. Während andere Länder wie z.B Neuseeland zwei Schiedsrichter stellen. Die Qualität scheint also nicht oberstes Kriterium zu sein, sondern man versucht die verschiedene Kontinentalverbände nach einem bestimmten Schlüssel zu berücksichtigen, was anscheinend zu Einbußen bei der jeweiligen Leistung führt. Hier muss die FIFA unbedingt reagieren.

FIFA verschließt sich gegen Veränderungen

Ein leidiges Thema, das immer wieder diskutiert wird, sind die längst überfälligen Einführungen von technischen Hilfsmitteln. Neuen Grund zu Diskussionen sorgte das Achtelfinalspiel zwischen Deutschland und England.

Mit einem einfachen Chip im Ball wäre dies der Ausgleich gewesen. Doch so müssen wir uns nun mal wieder die endlosen Diskussionen um die Einführung von technischen Hilfsmitteln anhören. Schon seit Jahren wird diese Unterstützung für die Referees von Trainern und Spielern gefordert. Doch bisher hat sich die FIFA immer dagegen verschlossen. Bleibt nur zu hoffen, dass die FIFA unter dem immer stärker werdenden Druck einbricht und ein Umdenken in Gang gesetzt wird.

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Autor: Zwuggel

Ein Kommentar zu “FIFA im Blickpunkt”

  1. Das schlimmste am Verhalten der FIFA ist, dass man ja generell kaum was ändert und steht’s leugnet, dass etwas schief gelaufen ist.

    Zum Beispiel im Fall „Villa“… Ein solche Tatsache kann man doch nicht wegdiskutieren..

    Aber die FIFA sitzt es einfach aus..

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